18.08.: „Der Aufstand der Würde“ – Die zapatistische Bewegung in Mexiko

Für Freitag, den 18.08.2017 um 19 Uhr, laden wir euch zu unserer nächsten Veranstaltung ein. Dieses Mal wird Luz Kerkeling einen Inputvortrag zur zapatistischen Bewegung in Mexiko halten. Wie auch die vorigen Veranstaltungen wird dies wieder im Quartier Zukunft, Rintheimer Str. 46, Karlsruhe stattfinden.

mexiko

Nachdem sie mit Demonstrationen, Petitionen und dem Aufbau von sozialen Organisationen jahrzehntelang vergeblich auf ihre miserable Situation als indigene Bevölkerung aufmerksam gemacht hatten, begannen die Zapatistas am 1. Januar 1994 im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas ihre Rebellion. Zwei Wochen lang kämpfte die Bewegung, die sich nach dem linken Revolutionär Emiliano Zapata (1879-1919) benannt hat, bewaffnet für »Land und Freiheit«, gegen den mexikanischen Staat, der für sie nur Hunger, Unterdrückung und Tod zu bieten hatte. Sie eroberten Ländereien von Großgrundbesitzern zurück und verteilten den Boden an Tausende Familien. Der Aufstand der zapatistischen Befreiungsarmee EZLN richtet sich gegen Ausbeutung, Rassismus, Unterdrückung der Frauen, Umweltzerstörung und die Marginalisierung der indigenen und ländlichen Bevölkerung durch die Herrschaft der Großgrundbesitzer, der politischen Funktionäre und der mexikanischen und transnationalen Konzerne. Der Kampf der Zapatistas hält bis heute an – Bei den Präsidentschaftswahlen 2018 werden indigene Gruppierungen mit einer eigenen unabhängigen indigenen Kandidatin antreten.

Eingeladen haben wir die Gruppe B.A.S.T.A., welche sich 1995 als Reaktion auf den zapatistischen Aufstand in Chiapas/ Mexiko vom 1. Januar 1994 gegründet hat. Luz Kerkeling ist Soziologe und bereiste häufig das Konfliktgebiet von Chiapas.

Dies ist die dritte Veranstaltung der Kampagne „Solidarische Perspektiven entwickeln – jenseits von Wahlen und Populismus“ im August. Die Kampagne wurde von der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen initiiert. Als Teil dieser Föderation organisiert die Libertäre Gruppe Karlsruhe seit zwei Monaten verschiedene Veranstaltungen. Die Kampagne wird in Karlsruhe noch bis zur Bundestagswahl am 24. September anhalten.

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